Eiskiten – nur Mut zum Kiten mit Schlittschuhen!
Posted by admin on Februar 10th, 2009Am Sonntag hatte ich ein wirklich tolles neues Erlebnis beim Kiten. Ich war mit meiner 7m² Flysurfer-Matte auf dem noch zugefrorenen Rangsdorfer See Kiten. Angekommen am See testete ich erstmal nur mit Schlittschuhen das Eis. Von den schon gestiegenen Temperaturen war der See immer wieder angetaut und wieder wegen dem Nachtfrost überfroren.
Der Wind zieht über den Rangsdorfer See meist von Westen relativ konstant rein, da davor eine große freie Fläche ist. Starten geht sowohl am Strandbad als auch am Segler-Hafen super. Am Wochenende finden sich auch viele andere leute am Eis, ohne, dass es eng wird.
Dadurch hatte sich eine zwar relativ weiche aber äußerst glatte Eisdecke gebildet. Der wind von 8-12 Knoten reicht gerade so aus, um die Matte mit etwas Übung und so manchem kräftigen Ruck an den Zugleinen stabil in der Luft zu halten. Als nach ein paar Minuten noch zwei weitere Kiter auftauchten und mit 12m² Tubekites über das Eis zu Kiten begannen entschied auch ich mich, es mal zu probieren.
Schon nach wenigen Metern hatte ich es raus (man muss dazu sagen Schlittschuhlaufen kann ich schon lange gut). Jegliche Sorge, der Kite würde einen unkontrolliert in Windrichtung ziehen war unbegründet, denn über die Kufen kann man sehr hohen Kantendruck aufbauen und somit leicht Höhe halten oder sogar Höhe laufen.
Bei schnelleren Windböen wird man durch die geringe Reibung leicht zu schnell und möchte Bremsen. Manchmal ist man jedoch schon zu schnell, um sofort Bremsen zu können. Ab einem gewissen Punkt empfiehlt es sich, dann entgegen dem Gefühl kurz auf Raumwindkurs zu gehen, also unter den Kite zu fahren, damit sich die Leinen entspannen und man so den Zug aus dem Kite nimmt. Wenn man den Kite dann auf 12 Uhr steuert oder an den Windfensterrand kann man bei entsprechendem Platz “ausgleiten”, oder wie gewohnt bremsen.
Die alternative ist, durch einen extremen Amwindkurs, zu probieren das Tempo rauszunehmen. Dies erfordert aber sehr viel Druck auf den den Schlittschuhen und lag mir als neuem Eiskiter nicht so sehr. Alles in allem, war ich total positiv überrascht, wie leicht man auf dem Eis beim Kiten Erfolge hat und kann nur jedem empfehlen es mal zu probieren, auf einem zugefrorenen See.
Ps: Helm und Knieschoner geben manchen Anfängern sicher ein gutes Gefühl, waren bei mir aber zum Glück nicht nötig. Wenn man waghalsige Sprünge beginnt sollte man jedoch ernsthaft drüber nachdenken…
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Tags: Amwindkurs, Eis, Eiskiten, Kantendruck, Kiten, Kiten auf Eis, Kiten mit Schlittschuhen, Kufen, Raumwindkurs, Schlittschuhe, zugefrorener See

Leider eine nur sehr extrem saisonal bedingte Sportart. Schade, aber wär sicher cool
Ohh ja schon beim normalen Kiten auf dem Wasser ist man ja von soo vielen Faktoren abhängig… Wind, Temperatur (naja da kann man sich zwar angemessen anziehen), aber beim Eiskiten braucht man nunmal wirklich eine tragende Eisdecke. Der Durchschnitt liegt hier in Berlin sicher unter 20 Tage im Jahr, wo das möglich ist.